V. Neu und bewährt: Gesunder Unternehmensmix für moderne Arbeitsplätze

a.    Lokale Wirtschaftspolitik

Die Stadt Hamm bewältigt erfolgreich den Strukturwandel. Nach der Schließung der letzten von ehemals vier Zechen konnten die dadurch weggefallenen Arbeitsplätze in zukunftsorientierten Bereichen neu geschaffen werden.

Dabei hat es in den vergangenen Jahren eine deutliche Stärkung des Logistikstandortes gegeben. Aufgrund der Anbindung an ein dichtes Verkehrsnetz mit zwei Autobahnen, mit Wasser- und Schienenwegen eine folgerichtige Entscheidung für die Stadt. Allein durch die Großansiedlungen in diesem Bereich (z. B. Metro, Edeka, Trinkgut) entstanden mehr als 3000 neue Arbeitsplätze. Darüber hinaus hat die städtische Wirtschaftsförderungspolitik die Industrien, die Hamm groß gemacht haben, weiter entwickelt: Die verarbeitenden und produzierenden Unternehmen sowie der Ausbau des Energiesektors waren Schwerpunkte der Arbeit. Als neues Feld hat sich in den vergangenen Jahren die Gesundheitswirtschaft in Hamm etabliert, insbesondere im Bereich der ambulanten Rehabilitation.

Die Arbeitslosigkeit ist auf unter 10 Prozent im Oktober 2013 gesunken, die Prognosen für Hamm sind besser als die für die meisten Ruhrgebietsstädte.

In den kommenden Jahren gilt es, diese Entwicklungen zu verfestigen. Hamm muss auch weiterhin für Unternehmen attraktive Flächen ausweisen. Hierzu wird das erfolgreiche Konzept der Flächenvorratspolitik der städtischen Wirtschaftsförderung weiterentwickelt. Dazu zählt insbesondere die regelmäßige Bewertung vorhandener Ansiedlungsflächen auf ihre Vermarktbarkeit hin und die punktuelle Ausweisung neuer Flächen, um bei Ansiedlungswünschen schnell und bedarfsorientiert reagieren zu können.

2014 werden bis zu 3000 junge Menschen an den neuen Hochschulen in Hamm studieren. Dieses Potenzial gilt es bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze zu unterstützen, zum Beispiel durch die Förderung von Ausgründungen.

Im Einzelnen werden wir:

  • den Logistikstandort Hamm weiterentwickeln und ökologisch verträglich ausbauen
  • die Entwicklung des Gesundheits- und Freizeitstandortes Hamm weiter forcieren
  • den Einzelhandel, das Handwerk und den Mittelstand begleiten und fördern
  • die Beratung und Unterstützung bei Existenzgründungen und Ausgründungen weiter ausbauen und dies insbesondere auch auf Aus- und Neugründungen von Unternehmen aus den Hochschulen ausweiten
  • den Wissenstransfer von den Hochschulen in die regionale Wirtschaft begleiten
  • weiterhin den beschleunigten Bau der A 445 als Lückenschluss zur A 2 unterstützen, um die Verkehre zügig bewältigen zu können
  • uns für den Ausbau des Datteln-Hamm-Kanals weiterhin einsetzen
  • bei der Ausweisung neuer Gewerbe- und Industrieflächen der Umwandlung immer Vorrang vor dem Verbrauch bisher unberührter Flächen geben
  • Hamm zum Tagungsstandort weiterentwickeln, der optimal erreichbar ist und Tagungsmöglichkeiten für 200 bis 2000 Teilnehmer/innen bietet

b.    Kommunale Arbeitsmarktpolitik

Mit dem Jobcenter und der Wirtschaftsförderung verfügt Hamm über zwei wichtige Institutionen zur Gestaltung der lokalen Arbeitsmarktpolitik. Als vernünftig hat sich dabei die Entscheidung im vergangenen Jahr erwiesen, dass Kommunale Jobcenter und die Transferabteilung der Stadt organisatorisch zusammenzuführen. Der Kunde muss im Mittelpunkt stehen. Jedem, der arbeiten kann und will, möchten wir ein Angebot für eine berufliche Tätigkeit, Fortbildung und sonstige persönliche Perspektive machen.

Wir setzen uns ein:

  • für die Schaffung neuer und möglichst hoch qualifizierter Arbeitsplätze
  • für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • für eine stärkere Vernetzung von Berufswegen (Schule, Studium, Ausbildung)
  • für eine bessere Qualifizierung von Menschen mit dem Ziel der Wiedereingliederung
  • für eine intensive Betreuung aller Leistungsempfänger, um einen für sie bestmöglichen Einsatz staatlicher Fördermittel gewährleisten zu können