Neu in Hamm: Dualer Ausbildungsgang zum Beamten im Allgem. Vollzugsdienst

CDU-Bockum-Hövel besichtigt die neue Außenstelle der Justizvollzugsschule NRW

In der ehemaligen Friedrich-List-Berufsschule an der Berliner Straße hat sich seit April eine Menge getan: im Erdgeschoss sind die großzügigen Unterrichtsräume für die rund 90 zukünftigen Beamten und Beamtinnen im Allgemeinen Vollzugsdienst bereits fertig. Im Empfangsbereich und Verwaltungstrakt wird noch kräftig gewerkelt. Dafür sind die zahlreichen Räume für die Lehrer/innen im Obergeschoss bereits umgebaut, und auch die ehemalige Aula mit den kunstvollen Glasfenstern erstrahlt im neuen Glanz. Diese wird im laufenden Schulbetrieb als Mensa genutzt. Im Keller entstehen zur Zeit noch drei „Übungszellen“, in denen dann unter realistischen Bedingungen der Umgang mit den Inhaftierten gelernt werden wird. Auch von außen ist eine Menge passiert: So wurde die erforderliche Brandschutztreppe bereits angebaut und die alte Eingangstreppe abgerissen. In einem der Pavillons entsteht ein großer Multifunktionsraum, der auch zu sportlichen Zwecken genutzt werden soll.
So zeigte sich der Leiter der Justizvollzugsschule Herr Heß auch sehr optimistisch, dass der Schulbetrieb am 15. September aufgenommen werden kann. Gerne hatte er die Einladung der CDU angenommen und auf dem Rundgang durch die neue Außenstelle das Wichtigste über den zweijährigen dualen Ausbildungsgang zum Beamten im Allgemeinen Vollzugsdienst erklärt. „Ein Job, der alles andere als gewöhnlich und kein Job wie jeder andere ist“, wie Heß betonte. Die praktische Ausbildung in einer Justizvollzugsanstalt und die theoretische Ausbildung in dreimonatigen Lehrgängen in der Justizvollzugsschule wechseln sich ab. In Bockum-Hövel wird nur die Ausbildung für den Erwachsenenvollzug, nicht für den Jugendvollzug angeboten. Sicherheit und Ordnung in einer JVA, die Beaufsichtigung und Versorgung der Gefangenen sowie Gewaltschutz und Kommunikation sind mit die elementaren Unterrichtsinhalte.
Heß beantwortete zahlreichen Fragen aus der Besuchergruppe und nahm auch die Sorgen einiger Teilnehmer ernst, die sich auf die zukünftige Verkehrs- und Parksituation bezogen.  Da allerdings 80 Stellplätze auf dem ehemaligen Schulhof geplant sind, werden sich hoffentlich keine Probleme ergeben.
Wie er weiter ausführte ist noch geplant eine Unterkunftsmöglichkeit auf dem Gelände zu errichten, da die  Auszubildenden nicht jeden Tag zwischen ihrem Wohnort und der Schule hin und her pendeln wollen.
Der Bau einer eigenen Turnhalle kann dagegen leider nicht vom Land NRW realisiert werden, obwohl die sportliche Ausbildung und körperliche Fitness einen hohen Stellenwert einnimmt. Daher wird es einen Bustransfer zur Ferdi-Hübner-Sporthalle geben. „Das wäre natürlich eine tolle Chance für unseren Stadtbezirk gewesen“, meinte Bezirksvorsteherin Vera Dunkel-Gierse, „wenn diese auch von unseren Sportvereinen und vielleicht sogar unseren Schulen hätte mitgenutzt werden können.“
Aber auch so freue sie sich sehr, dass die neue Außenstelle der Justizvollzugsschule in Bockum-Hövel beheimatet ist und damit rund 90 junge Menschen hier lernen und leben werden.  Und der Leiter LRD Herr Heß ergänzte, dass er auf eine gute Nachbarschaft setzt und für Anregungen und Fragen immer ein offenes Ohr hat.

CDU Bockum-Hövel besucht Justizvollzugsschule

CDU Bockum-Hövel besucht Justizvollzugsschule