CDU Uentrop besichtigt Fensterfachbetrieb Schroeder & Sohn

Austausch über Digitalisierung und Sorge um Nachwuchskräfte

Beeindruckt von der Betriebsgröße sowie von der hochtechnisierten und modernen Produktion zeigten sich rund 40 Teilnehmer der CDU-Ortsverbände Osten und Uentrop bei der Besichtigung der Schroeder & Sohn GmbH. 70 Mitarbeiter produzieren in dem Familienbetrieb am Maximilianpark vor allem Fenster und Türen in Premiumqualität. Bei laufendem Betrieb führten Friedrich Schroeder und Geschäftsführer Matthias Schroeder die interessierten CDU-Mitglieder um den Ortsverbandsvorsitzenden und Ratsherrn Peter Oberg durch die Werkhallen. „Unsere Kunden sind vor allem die großen Wohnungsbauunternehmen in der Region“, erklärte Matthias Schroeder. „Normalerweise arbeiten wir in Einschichtbetrieb. Die große Nachfrage erfordert jedoch, dass wir seit Wochen unsere computergesteuerten Fertigungsanlagen in Zweischichtbetrieb fahren.“ Allein rund 100 Kunststofffenster werden derzeit täglich im Hammer Osten produziert. „Unsere Stärke ist, dass wir von der Beratung über die Fertigung bis hin zur Montage alles aus einer Hand anbieten können“, betonte der Geschäftsführer. Für die Wettbewerbsfähigkeit sei außerdem bedeutsam, dass man bei Abmessungen und Formen nach den individuellen Wünschen der Kunden produzieren und höchste Passgenauigkeit erzielen könne.
Der anhaltende Bauboom beschert der Schroeder & Sohn GmbH seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 volle Auftragsbücher.
Aber auch mit Problemen hat die Firma zu kämpfen: „Fachkräfte zu finden wird immer schwerer. Das gilt auch für geeignete Auszubildende“ hob Schroeder hervor. Trotz zunehmender Technisierung habe das Handwerk bei jungen Leuten leider immer noch ein Imageproblem. Eine Chance für den Handwerkernachwuchs stellten junge Flüchtlinge dar, findet Schröder. „Wir waren froh, in diesem Jahr einen Auszubildenden gefunden zu haben. Dann hat sich zusätzlich ein junger Mann beworben, der erst vor ein paar Jahren als Flüchtling nach Deutschland gekommen war, sodass wir in diesem Jahr zwei Ausbildungsplätze besetzen konnten.“
In Zukunft hofft Schroeder für sich und seine Mitarbeiter auf weniger Bürokratie und nennt als negative Beispiele die Datenschutzgrundverordnung und die Dokumentationspflichten über die Arbeitszeiten. Bei der aktuellen Diskussion über die Energiewende sieht Schroeder die Gefahr, dass Maß und Mitte verloren gehen könnte. „Wir sollten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und die Bezahlbarkeit der Wohnungen und Mieten fest im Blick haben“, gab der Fensterbauer den CDU-Mitgliedern mit auf den Weg.

Besuch der Firma Schröder & Sohn (2)