Wohnungseinbrüche konsequenter bekämpfen

08.03.2017

Mit Blick auf die jüngst vorgestellte Hammer Kriminalitätsstatistik 2016 stellt CDU-Kreisvorsitzender und Landtagskandidat Arnd Hilwig fest:

"Die Bekämpfung der Einbruchskriminalität ist nicht zufriedenstellend." Mit 534 statistisch erfassten Einbrüchen im vergangenen Jahr lägen die Einbruchszahlen weiterhin weit über dem Niveau der letzten Jahre. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich liege bei nicht zufriedenstellenden 21,5 Prozent. Hilwig: "Mit anderen Worten: vier von fünf Einbrüchen werden nicht aufgeklärt, die Täter nicht gefasst." Daher fordert Hilwig ein nachhaltiges Maßnahmepaket zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität. "Die wöchentliche Veröffentlichung der Einbruchsradars hilft neben der Erhöhung der Wachsamkeit der Bürgerinnen und Bürger nicht wirklich weiter." Notwendig sei, die Aufklärung und Verfolgung durch die Strafverfolgungsorgane zu stärken. Hilwig fordert daher die Verdoppelung der Anzahl von Ermittlungskommissionen und damit eine veränderte Schwerpunktsetzung. "Ich bin zudem dafür, dass Nordrhein-Westfalen endlich die Schleierfahndung einführt, die 13 von 16 Bundesländern als wirksames Instrument in ihrer Polizeiarbeit nutzen", sagt Hilwig. Mit der Schleierfahndung werden verdachts- und ereignisunabhängige Personenkontrollen durch die Polizei ermöglicht. Zudem verlangt Hilwig den "zeitnahen landesweiten Einsatz" von Predictive Policing. Dabei handelt es sich um die Nutzung von Computerprogrammen, die in der Lage sind, aus den Einbruchsdaten der vergangenen Jahre unter Nutzung von Geo-, Wetter-, Verkehrsdaten, usw. die Wahrscheinlichkeit für das künftige Auftreten von Wohnungseinbrüchen vorauszuberechnen. Durch verstärkten Streifendienst der Polizei in gefährdeten Wohngebieten können so Wohnungseinbrüche verhindert. Hilwig weist darauf hin, dass die Schweiz und Bayern dieses Instrumentarium bereits in den Dauerbetrieb übernommen hätten.

Der CDU-Vorsitzende schlägt ferner vor, Wohnungseinbruchdiebstahl härter zu bestrafen. Die Mindeststrafe sollte auf ein Jahr Freiheitsstrafe erhöht und die Tat damit als Verbrechen eingestuft werden.

Der CDU-Vorsitzende dankte den Beamtinnen und Beamten der Polizei im Präsidium Hamm für ihre geleistete Arbeit: "Angesichts eines schwieriger gewordenen Umfeldes und der Zunahme von Gewalt, auch der Gewalt gegen öffentliche Amtsträger, verdient die Hammer Polizei Respekt und Anerkennung für ihre verdienstvolle Arbeit", so Hilwig.