CDU Herringen mit neuer Führungsspitze

Peter Scholz löst Martina Duda ab

Peter Scholz ist neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Herringen. Der 48jährige selbständige Versicherungsmakler ist in Herringen aufgewachsen und als Vorsitzender der Herringer Interessengemeinschaft (HIG) bestens bekannt und vernetzt. Die gut besuchte Mitgliederversammlung wählte den 48-jährigen selbstständigen Versicherungsmakler einstimmig zum Nachfolger von Martina Duda. Sie hatte auf eine erneute Kandidatur als Vorsitzende verzichtet und wird dem Vorstand künftig als Beisitzerin angehören.
„Herringen hat einen riesigen Satz nach vorn gemacht“, stellte Duda bei ihrem Bericht als Vorsitzende fest. Die Fertigstellung der Brücken über Lippe und Kanal sowie das Haldenzeichen im Lippepark erfreuten sich größter Beliebtheit und seien die markantesten Symbole für den Aufbruch. Insgesamt sei viel Geld nach Herringen geflossen. Investitionen in die Lessingschule, Michael-Ende-Schule, in Kindergärten und Straßen habe die Attraktivität des Stadtbezirks weiter erhöht. Auch das Lippe Carrée habe Herringens Wohn- und Lebensqualität verbessert und zur Kaufkraftbindung beigetragen.
Wie seine Vorgängerin, betonte auch Peter Scholz, dass Herringen enorm an Lebensqualität hinzugewonnen habe. Zugleich machte er deutlich, dass der Strukturwandel noch lange nicht abgeschlossen sei, sondern weiter vorangetrieben werden müsse. Neben der Bildung sei der Wohnungsbau entscheidend, um die Weichen für eine gute Zukunft zu stellen. „Es ist nicht förderlich, bei aktuellen Bauvorhaben ausschließlich auf den sozialen Wohnungsbau zu setzen. Auch in Herringen gibt es Bürger, die modernen Wohnraum ohne Zweckbindung bauen oder erwerben möchten.“ So habe sich beim Baugebiet Waldenburger Straße gezeigt, dass in Herringen Interesse an Eigentumswohnungen bestehe. Auf Lippepark und Lippe Carrée müsse nun die Ausweisung attraktiver Neubaugebiete erfolgen, um Herringer an ihre Heimat zu binden und Menschen von außerhalb für ein neues Zuhause in Herringen zu begeistern, so Scholz.
Sicherheit, Ordnung und Integration kündigte Scholz als weitere Leitthemen an, um die sich die CDU Herringen schwerpunktmäßig kümmern werde. Bei allen Themen sei es wichtig, die Bürger mitzunehmen. „Bürgerbeteiligung ist nicht nur zu den Wahlen gefragt. Die Einbeziehung der Menschen in die Gestaltung ihrer Heimat muss unser zentrales Anliegen sein“, betonte Scholz.
Scholz freut sich dabei auf die Zusammenarbeit mit den neu gewählten Vorstandsmitgliedern, die sich nach seinen Angaben aus Personen aller Gesellschaftsbereiche zusammensetzen. Als stellvertretende Vorsitzende wurden erneut Norbert Heinrich und Kai Heitmann gewählt. Claus Binkhoff und Jörg Trottenburg sind als Kassierer und stellvertretender Kassierer weiterhin für die Finanzen des Ortsverbandes verantwortlich. Bestätigt wurde auch Alois Terhürne als Schriftführer. Neu in den Vorstand gewählt wurden Michel Hoffmann als stellvertretender Schriftführer und Rolf Schmersträter als Mitgliederbeauftragter. Als weitere Mitglieder gehören dem neuen Vorstand Karl Heinz Brandt, Uwe Dargel, Jürgen Großecappenberg, Philip Keineman, Rolf Kötter, Bianca Terhürne und Ulrike Wäsche an.
Neben den Vorstandswahlen bildeten die Diskussion mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Arnd Hilwig sowie ein Vortrag von Stadtbaurätin Rita Schulze Böing über aktuelle und kommende städtebauliche Projekte in Herringen die weiteren Schwerpunkte der Jahreshauptversammlung.
Kreisvorsitzender Arnd Hilwig zog die Bilanz der laufenden kommunalpolitischen Wahlperiode. Ziel sei es, die Stadt Hamm in eine gute und sichere Zukunft zu führen. Daher werde die Stadtentwicklung auch durch Abriss und Neubau massiv vorangetrieben. Als Beispiele nannte Hilwig den Abriss der Hochhäuser im Hammer Norden und die angestrebten Veränderungen im Hammer Westen, wo das ehemalige Möbelhaus Wiek abgerissen werde und wo an der Stelle des ehemaligen „Golden Lion“ an der Lange Straße nun ein neuer Kindergarten entstehe. Insgesamt wolle man in der nächsten Jahren elf neue Kindergärten bauen. Dort, wo etwa auf dem Platz der Deutschen Einheit die baulichen Veränderungen ihren Abschluss gefunden hätten, müsste anschließend auch konsequent die öffentliche Ordnung und Sicherheit durchgesetzt werden. Hilwig sprach sich in diesem Zusammenhang nicht nur für die Einrichtung von präventiver Videoüberwachung, sondern auch für die Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst aus. Überhaupt müsse der kommunale Ordnungsdienst weiter gestärkt werden. Notwendig seien aber auch qualitative Standards. Der SPD warf Hilwig vor, in der Stadtentwicklungspolitik zu häufig auf die Rezepte der vergangenen Jahrzehnte setzten zu wollen. Notwendig seien Baugebiete, wo junge Familien die Möglichkeit hätten, sich attraktives Wohneigentum aufzubauen. Daher sprach sich Hilwig für eine stadtweite Wohnbaulandinitiative aus.