Armin Laschet zu Besuch bei Pflegeeinrichtungen in Hamm

11.03.2017

Rot-Grün macht durch komplizierte Gesetze und Verordnungen Probleme vor Ort

Mit welch bürokratischem Moloch stationäre Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen zu kämpfen haben, erfuhr Armin Laschet gleich bei der ersten Station seines Besuchs in Hamm. Auf Einladung des heimischen Landtagsabgeordneten Oskar Burkert und begleitet vom CDU-Kreisvorsitzenden Arnd Hilwig und der Bundestagsabgeordneten Sylvia Jörrißen informierte sich der CDU-Landesvorsitzende über die Pflegesituation in NRW bei verschiedenen Angeboten für Pflegebedürftige und Senioren in Hamm.

Erste Station war das Caritas-Altenheim St. Vinzenz-Vorsterhausen im Hammer Westen. Hier informierten Vorstand Tobias Berghoff und Heimleiter Paul Sprünken den Spitzenkandidaten der CDU für die NRW-Landtagswahl über das kommunale Handlungskonzept „Älter werden in Hamm“. Wie dieses Konzept ganz konkret in der Praxis umgesetzt werden kann, erläuterte Vorstand Tobias Berghoff am Beispiel des Programms "Caritas zuhause". Die Unterstützung älterer Menschen zu einem möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung und die Entlastung pflegender und versorgender Angehöriger sei Ziel des Programms. Im Vordergrund stehen der Erhalt und die Förderung der Lebensqualität und Selbstbestimmung sowie die Ermöglichung von sozialer Teilhabe. Dazu werden sogenannte Versorgungsketten aufgebaut, die mit niederschwelligen Betreuungs- und Entlastungsleistungen beginnen und in den Besuch einer Tagespflege oder intensive Pflegeleistungen münden können.

Berghoff und Sprünken hatten aber nicht nur Erfreuliches zu berichten: „Wir Betreiber von stationären Pflegeeinrichtungen in NRW wissen derzeit nicht, welche Investitionskosten in die Berechnung der Tagessätze für die Bewohner einfließen dürfen. Der Rechenweg sei nicht zu durchschauen und die grüne Ministerin für Pflege und Alter liefere keinen nützlichen Beitrag zur Klarstellung des Alten- und Pflegegesetzte NRW. Armin Laschet betonte, dass die Landesregierung immer wieder besonders komplizierte und bürokratische Gesetze und Verordnungen auf den Weg bringt, die vor Ort Probleme machen. Landtagskandidat Arnd Hilwig brachte es auf den Punkt und nannte es Regierungsversagen, wenn Bewohner und Angehörige in Unruhe versetzt werden, weil der Kostensatz nicht berechnet werden könne. Viel Lob gab es von Berghoff für das neue Pflegestärkungsgesetze der CDU-geführten Bundesregierung. Durch dessen neue finanzielle Möglichkeiten würden Pflegebedürftige, Demenzerkrankte und deren Angehörige endlich in der Lage sein, vielfältigen Entlastungs- und Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen.

Beim Malteser Tagestreff erkundigte sich Laschet im Anschluss über das Konzept für an Demenz Erkrankte. Von einer im frühen Stadium erkrankten Besucherin ließ sich der Politiker das Angebot und den Tagesablauf in der Einrichtung schildern. „Ich freue mich, wenn ich morgens abgeholt und in die Tagesbetreuung gehen kann. Die Unterhaltung und gemeinsamen Aktivitäten wie Singen, Tanzen und Essenkochen mit den anderen netten Tagesgästen tun mir gut“, sagte die Bewohnerin. Trotz anfänglicher Skepsis habe sie sich von Anfang an sehr wohl bei den Maltesern gefühlt, die das Konzept von Schweden nach Deutschland exportiert haben.

Bei seiner dritten und letzten Station am Freitagnachmittag in Hamm besuchte Laschet die Wohn- und Pflegeberatung der Stadt Hamm im Gesundheitscenter im Obergeschoss des Maximare. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann führte den CDU-Landesvorsitzenden persönlich durch die Ausstellung der Modellwohnung, die älteren und pflegebedürftigen Menschen Wege aufzeigen soll, wie der lange Verbleib in den eigenen vier Wänden möglich ist. „Eine kluge Pflegepolitik muss dem Wunsch der pflegebedürftigen Menschen gerecht werden, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können und gleichzeitig eine menschenwürdige und qualitativ hochwertige Pflege zu erfahren. Mein Ziel ist es, dass jeder Pflegebedürftige die Form seiner Versorgung selbst wählen kann. Dazu gehört eine entsprechende Infrastruktur mit bedarfsgerechten Wohnformen wie z. B. betreutes Wohnen und Hausgemeinschaften, aber auch eine ausreichende Anzahl stationärer Pflegeplätze und ein Aufbau der Plätze für Kurzzeitpflege“, fasste Laschet die Eindrücke seines Besuchs in Hamm und die Ziele der CDU in der Pflegepolitik zusammen.

Beeindruckt von den Angeboten und Konzepten in Hamm machte sich der CDU-Landeschef dann um 18.40 Uhr auf den Weg nach Ahlen, wo bereits die Besucher der CDU-Regionalkonferenz ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl erwarteten.